Beleuchtung
Licht bedeutet für den Radfahrer vor allem Sicherheit. Sicherheit, auch im Dunkeln Gefahren erkennen zu können aber vor allem auch die Sicherheit, von anderen Verkehrsteilnehmern rechtzeitig gesehen zu werden. Diejenigen, die abends ohne Licht unterwegs ist, handeln nach Auffassung des ADFC nicht nur verkehrswidrig sondern vor allem verantwortungslos. Denn sie gefährden in erster Linie sich selbst und noch schlimmer sogar andere Radfahrer, wenn sie im Dunklen auf dem Moselradweg oder anderen Radwegen unterwegs sind. Und selbst umsichtige Autofahrer sehen solche Radler oft erst im letzten Augenblick.
Der ADFC Trier empfiehlt jetzt, die lang vergessene Lichtanlage bei einem Fahrradhändler auf ihre Funktion und Leichtgängigkeit prüfen zu lassen. Dabei sollten auch gleich alle Komponenten, die im Herbst und Winter stärker beansprucht werden, vom Fachmann geprüft werden: Funktionsfähigkeit der Bremsen, Zustand der Laufräder und des Profils, Leichtgängigkeit der Schaltung oder auch die Reflektoren und Schutzbleche, Für radelnde Vielfahrer lohnt sich oft auch die Umrüstung: Moderne Beleuchtungsanlagen sind heute alles andere als schwergängige Seitendynamos, mit denen die Reifen aufgeschlitzt werden und die nur unzuverlässig ungebündeltes Licht in alle Richtungen verstreuen.
Ein gut funktionierender Scheinwerfer schafft heute durchaus 17 Lux (Lux = Maß für Beleuchtungsstärke) und leuchtet den Weg optimal aus – wenn er richtig eingestellt ist. Demjenigen, der häufig im Winter unterwegs ist, empfiehlt der ADFC darüber hinaus einen Nabendynamo, der in die Nabe des Vorderrades integriert ist. Er erzeugt den Strom ohne Reibungsverluste wie eine Lichtmaschine. Darüber hinaus fällt ein Nabendynamo fast nie aus, denn solange sich das Rad dreht, wird Strom geliefert. Zusammen mit einem Lichtsensor im Scheinwerfer muss der Radfahrer dann nicht einmal mehr das Licht einschalten: In der Dämmerung schaltet der Sensor die Beleuchtung automatisch ein und der Nabendynamo läuft dabei so leicht, dass es der Radfahrende nicht einmal merkt. Sind nun noch die vorgeschriebenen Reflektoren an den Laufrädern, den Pedalen sowie Front- und Heckreflektoren angebracht, ist der Radler für den Winter gerüstet und es besteht kaum die Gefahr, von einem Autofahrer übersehen zu werden. Jacken, Hosen, Schuhe und Helme mit integrierten Reflektoren erhöhen die passive Sicherheit ebenfalls.
Für Radfahrer, die nicht so häufig in der Dunkelheit fahren, werden als Alternative auch Batteriebeleuchtungen angeboten. Aber gerade im Winter sinken die Betriebszeiten der Batterien und vor allem der Akkus bei Kälte deutlich ab. Immer wenn sie gebraucht werden, sind die Batterien zu schwach, um ausreichend Licht zu liefern. Und die Lichtleistung batteriebetriebener Scheinwerfer reicht nur in ganz seltenen Fällen an die von gleichwertigen, dynamobetriebenen Geräten heran. Gerade im Winter, wenn die Straßen häufig nass sind, wird gerade auf den Trierer Radwegen das Licht nicht nur gebraucht, um gesehen zu werden. Nur mit gutem Licht lässt sich der Radwegverlauf überhaupt erkennen.
Ausgeschlossen bleiben auch weiterhin nur Rennräder mit einem Gewicht unter 11 kg. Ausschließlich im Rahmen einer Sportveranstaltung darf gänzlich auf eine Beleuchtungsanlage verzichtet werden.
Deshalb rät der ADFC, sich gleich beim Radkauf für eine entsprechend leichtgängige und zuverlässige Lichtanlage zu entscheiden. Denn die Nachrüstung kann deutlich teurer sein und ist bei manchem Mountain-Bike oder Rennrad schwierig, weil ein Dynamo kaum angebracht werden kann. Aus Sicherheitsgründen empfiehlt der ADFC, aber nicht erst bis zum Kauf eines neuen Rades zu warten, sondern schon jetzt ein Rücklicht mit Standlichtfunktion nachzurüsten. Die Radhändler in der Region Trier sind hierbei gerne behilflich. Diese geringe Investition in die Beleuchtung erhöht die passive Sicherheit erheblich. Aber auch für die beste Fahrradbeleuchtung gilt: Wenn sie ausgeschaltet bleibt, nützt sich nichts!

