Später absteigen, früher aufsteigen

28. Oktober 2009

Die Schilder wurden an die neue Situation bereits angepasst. Foto: ADFC TrierSeit dieser Woche können Radfahrer die Trierer Fußgängerzone länger radelnd passieren: Statt wie bisher ab 9 müssen Pedaltreter nun erst ab 11 Uhr vormittags absteigen und schieben. Im Gegenzug dürfen sie auch wieder früher aufsteigen, und zwar schon 19 statt um 21 Uhr. Der Stadtrat hatte die Änderung im September mit überwältigender Mehrheit beschlossen und damit endlich einer seit etlichen Jahren immer wieder vom Trierer Kreisverband des ADFC vorgetragenen Forderung zu ihrem Durchbruch verholfen. Da in der Vergangenheit der automobile Lieferverkehr die Fußgängerzone bereits bis 11 Uhr befahren durfte, forderte der ADFC zumindest eine Gleichstellung, also die Öffnung auch für Radfahrer bis 11 Uhr. Der Kreisvorstand begrüßt, dass der Stadtrat diesem lange gehegten Wunsch vieler Radfahrer nun gefolgt ist. Matthias Bellmann, verkehrspolitischer Referent des ADFC-Kreisverbands, wies in diesem Zusammenhang jedoch auch auf einen wichtigen Sachverhalt hin: “Der Radfahrer bekommt zwar das Recht zukünftig in der Fußgängerzone zu fahren, es bleibt aber eine Fußgängerzone”. Das heißt, der Radfahrer ist geduldet und muss sich so verhalten, dass er die Fußgänger nicht gefährdet. Dies gelte aufgrund des §1 der StVO selbstverständlich immer und überall. “Aufgrund des Status Fußgängerzone kann dies hier aber sogar bedeuten, dass der Radfahrer oder die Radfahrerin auch in der Zeit von 19 -11 Uhr absteigen muss, wenn die Situation es erfordert”. Und um die Rowdy’s unter Radfahrern wie Autofahrern, die vermutlich sogar ohne Regel dort fahren würde, kann und muss sich die Polizei kümmern. Und bei verkehrsgefährdendem Verhalten spricht nichts gegen ein entsprechendes Durchgreifen.