ADFC favorisiert Treviris-Lösung

13. Juni 2008

In der Diskussion um die geplante Nord-Süd-Querung der Innenstadt für Radfahrer favorisiert der Allgemeine Deutsche Fahrradclub eine Führung entlang von Treviris-Passage und Margarethengässchen. Dass eine Mehrheit des zuständigen Dezernatsausschusses ebenfalls diesen Trassen-Verlauf fordert, begrüßt der ADFC.

Der Dezernatsausschuss IV hatte die Verwaltung am Mittwochabend dazu aufgefordert, statt der von ihr beabsichtigten Führung der “West-Umfahrung” über den Pferdemarkt und die Kutzbachstraße noch einmal die Treveris-Lösung zu prüfen. “Wir freuen uns, dass eine Mehrheit des Ausschusses nun einen Vorschlag favorisiert, der schon seit vielen Jahren zu unseren zentralen Forderungen zählt”, kommentierte Martin Deubel, Erster Vorsitzender des ADFC Trier, den Verlauf der Diskussion. Aus Sicht des Fahrradclubs sind die von der Verwaltung angeführten Einwände gegen eine solche Trassen-Führung nicht stichhaltig. “Wir werden uns deshalb weiterhin für diese absolut nahe liegende Nord-Süd-Querung entlang der Treveris-Passage einsetzen”, so Deubel.

Der verkehrspolitische Referent des Trierer ADFC, Matthias Bellmann, kündigte zudem an, dass man an der Forderung nach einer Umwandlung der Busspur im Margarethengässchen in eine Umweltspur festhalten werde. Außerdem müsse der Streckenabschnitt Margarethengässchen / Nördliche Simeonstraße künftig für den Radverkehr geöffnet werden. “Nur dies würde eine lückenlose und relativ umwegfreie Verbindung vom Süden bis zur Porta Nigra und darüber hinaus in den nördlichen Alleenbereich sowie die Paulinstraße garantieren”, argumentiert Bellmann. In entgegen gesetzter Richtung schlägt der ADFC vor, die mittlere der beiden Fahrbahnen im Margarethengässchen ebenfalls in eine Umweltspur umzuwandeln, die dann direkt und sicher auf die Treveris-Trasse führen würde. Hierdurch ließe sich der Gefahrenpunkt an der Abbiegung in die Moselstraße deutlich entschärfen, ist der Fahrradclub überzeugt.

Auch in einem anderen Punkt bezieht der ADFC klar Stellung: “Zu einer Nord-Süd-Querung der Innenstadt zählt auch die Möglichkeit, die Fußgängerzone länger als bisher für den Radverkehr zu öffnen”, so Bellmann. Diese solle statt wie bisher nur bis 9 künftig bis 11 Uhr vormittags befahren werden dürfen. Schließlich sei nicht einzusehen, weshalb der Lieferverkehr zwei Stunden länger die Fußgängerzone nutzen darf.